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ReiseBlog

ROADTRIP Europa 2020/2021

Guten Morgen, 

Ein kleine Vorgeschichte.... 

es ist mal wieder soweit. Vor mir liegt ein neues, unbeschriebenes Kapitel und viel Zeit. Eine Zeit, die ich nutzen möchte um mal wieder aus der Alltagsroutine auszubrechen. Seit meiner ersten längeren Reise, die ich als völlig unerfahrener, ausgelernter Zivi und mittelprächtigem Abitur mit dem Rucksack antrat, sind mittlerweile über 9 Jahre vergangen. Fast 2 Jahre Work and Travel auf dem mittlerweile deutschsprachigem Subkontinent, der jährlich Millionen von deutschen Erntehelfern anlockt, zahlreiche umweltbedenkliche Kurztrips gesponsert von RyanAir quer durch die Metropolen von Europa während des Studiums  und eine fantastische Moped/Rucksackreise durch Vietnam, die Philippinen, Thailand und Kambodscha (2017/2018) stillten meinen nicht enden wollenden Reisedurst in der Zwischenzeit. Das Jahr 2019 hat mir mal wieder ins Gedächtnis gerufen, wie erfüllend das ungeplante Leben auf der Straße sein kann und wie viele unfassbare und lustige Sachen unterwegs passieren, von denen man nach dem Aufstehen nicht mal geträumt hätte. Nach einem 10 tägigen, völlig spontanen Ausflug nach Panama mit weniger als 7Kg Gepäck war mir klar.... 40 Jahre Arbeiten, immer Ausreden finden, mich in Sicherheit wiegen, den Erwartungen folgen, einen lückenlosen Lebenslauf erarbeiten, mit endlos vielen Versicherungen meine Versicherungen versichern. Nein.... Vernünftig sein muss warten. Mit 7 gerade kennen gelernten BackpackerInnen aus aller Welt zusammen gequetscht auf der Rückbank eines kleinen Taxis mit einer 90er Playlist und einem gut gelaunten Panamaischen Fahrer der uns mit schallendem "I'm a BarbieGirl" zu irgendwelchen heißen Quellen fuhr (Man bedenke es waren draußen schon 40 grad^^), rück zu auf einem kleinen Vieh Transporter, dem man mit Klopfen auf das Dach signalisierte, dass man mit seiner Richtung nicht weiterkäme und er einen runterließ, oder einfach die Polizeistreife umfahren wollte. Das sind für mich die Momente, die mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, wie wohl ich mich in diesen Zeiten gefühlt habe. Im Sommer 2019 dann der 5300Km lange Roadtrip mit dem heiß geliebten Mitsubishi Express, der schon 2011 mein Zughause war, ging es zum dritten mal über den australischen Subkontinent. Das Gefühl morgens nicht zu wissen, wo man Abends einschläft und morgens aufwacht und erstmal schauen muss wo man ist, finde ich genial. Vorhänge zur Seite und dich strahlt ein Sonnenaufgang über dem Meer an. Weit und breit keine Menschenseele, kein Empfang, keine Emails, keine Pop-Up Nachrichten, kein Straßenlärm, einfach nischten. Einfach toll. Ich schätze jeden Luxus der konsumorientierten Zivilisation, keine Frage, aber das Pudelwohl-Gefühl kommt dann doch erst, wenn man unterwegs in der Unerreichbarkeits-Pampa steht. 
Der Kauf des passenden Fahrzeugs... 
Genug gequatscht... Was will er denn eigentlich... Irgendwann im Dezember 2019 während einer Zugfahrt sagte ich nach langem Gedankengang: Hör auf zu labern, einfach machen. Träumen kannste auf Arbeit. Nach passenden Fahrzeugen für die nächste große Reise suchte ich schon länger: Defender, Land Cruiser, UAZ Buchanka, einen uralten Volvo, der zu 90% aus Kofferraum besteht, einen kleinen Van T4/T5, Transit, nen alten Unimog,.... oder doch das Fahrrad? Vielleicht auch eine BMW-Touring Maschine??! Viele Szenarien spielten sich in meinem Kopf ab. Schließlich stolperte ich Anfang Januar über einen Mercedes Sprinter von 2007 L2H2, der gerade in Dresden online gestellt wurde (Nach 1h schon über 400klicks....). Mit Gänsehaut und pipi in der Hose rief ich an und sagte, dass ich noch Sonntag vorbei kommen könnte, um das Fahrzeug zu besichtigen. "Achsoo, du gommst och aus Dresdn, na denn kömmer das so machen...." Ein kurzer Anruf bei meinem Ziehvater, der sofort Feuer und Flamme war und mir genau das sagte, was ich hören musste, "Manchmal muss man einfach Sachen machen", trafen wir uns in DD und schauten uns die Karre an. Von Außen Top, Km-Stand utopisch gut, als Nicht-raucherfahrzeug ausgeschrieben, mit gelb vernebeltem Dachhimmel und üblem Rauchgeruch in der Kabine, die Ladefläche schön verkeimt, gab mir der Verkäufer 12h Bedenkzeit, weil er schon Trölf-Millionen Interessenten an der Leine hätte. Schlaflose Nacht, Bähm, nehm ich.  Hoopsy, was hab ich mir dabei nur gedacht.
Seit dem plane und bastel ich am Ausbau, der nach 3 Monatigen Rostentfernen erstmal auf Eis gelegt wurde, weil ich mir durch grenzenlose Doofigkeit beim Radfahren die Speiche UND das Kahnbein rechts brechen musste, damit ich mir in der Coronazeit nicht mehr ins Gesicht fassen konnte. Reiner Selbstschutz sozusagen. Das Kahnbein braucht natürlich gleich 3 Monate im Gips und 4000 Physio Behandlungen, bis man die Hand wieder vernünftig bewegen kann. Ein Zeh wäre mir lieber gewesen. Nebenbei hatte ich noch Sachen wie Arbeit und mein zweites Staatsexamen zu erledigen, was mir den Ausbau zeitlich erschwerte. Jetzt sitze ich hier bei meinen Eltern, habe 2 Wohnungen in Kisten verpackt und habe endlich Zeit den Sprinter in einen gemütlichen Camper zu verwandeln, der es mir ermöglichen soll, bis zu 2 Wochen ohne Strom, Wasser und sonstige Luxeriösitäten zu übeleben. Ich bin gespannt.... Es wird wie es wird, und dann kommt alles ganz anders.  

Südostasien 2017/2018

Auf Reisen, die man nicht plant, passieren Sachen, die einen jeden Tag aufs Neue überwältigen. 

Im November 2017 gings mal wieder los, Kamera, Rucksack und ab nach Südost-Asien für ein paar Monate. 

Australia 2019 - Ein recht gehetzter Roadtrip. Aber Geil

 

Hey all, 

 

This video shows some of my favorite shots travelling up the east coast. Winter season of 2019, a hell of a trip. We managed to cover 5300km in only 3 Weeks... nothing to be proud of, cause it wasn't enough time to really enjoy all bits and pieces of this beautiful part of the country. 

Australia will always be a special place for me. It's where all the travelling began, I became an addict of running away to see all corners the world has to offer. E ART H. Too many places, too much to see.